Mit dem Planwagen durch die Weinberge

Donnerstag, den 09. November 2017 um 08:31 Uhr Gerlinde Mesenbrock
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Es war Oktober als wir 11 Damen,
(Tennis-Seniorinnen)
gemeinsam etwas unternahmen.
Die Saison, sie war vorbei,    
also hatten alle frei.    
Wir wollten mit der Eisenbahn,    
gemütlich durch die Pfalz heut` fahr`n.    
Am Automat, wer kennt sich aus?    
Was günstig ist, wie kriegt man`s raus?    
Als Zehnergruppe, das war klar,    
es besonders preiswert war.
Für die Einzelfahrt dagegen,    
muss man richtig Geld hin legen.    
Marie (Tannhäuser) übernahm das Regiment,
weil kaum ein and`rer sich auskennt.    
Sie hatte sich schon informiert,    
dann wurde fleißig ausprobiert.    
Die Anderen standen nur stumm,    
rund um den Automat herum.    
Marie sie drückte hier und da,    
und wunderte sich was da geschah.    
Nach Versuchen hin und her,    
gab das Ding die Karten her.    
Klappsitze raumsparend – fast angenehm,
sind außerdem beinah bequem.    
Erhebt man sich, dann klappt jedoch,    
der Sitz schnell hoch, es gibt ein Loch.    
Beim wieder Setzen dann oh-jeh,    
fällt man in dieses - das tut weh.    
So ist`s passiert - wir hab`ns kapiert.    
In Maikammer war Haltstation,    
man erwartete uns schon.    
An der Schranke gar nicht weit,    
stand ein Traktor fahrbereit.    
Stachel hieß der junge Mann,    
doch Stacheln waren keine dran.    
Bevor der Winzer mit uns startet,    
erklärte er was uns erwartet.    
Kaum war der Planwagen erklommen,
hatte die Weinprobe begonnen.    
Jeder bekam schnell ein Glas,
es fehlte nur das edle Nass.    
Der Chardonay mit Prädikat    
uns wirklich gut gemundet hat.
Die Spätlese war auch nicht schlecht,    
der Blanc de Noir war allen recht.    
Es  rumpelte auf schmalen Wegen,
umgeben von des Winzers Reben.    
Genießend haben wir erfahren   

    

wie viele Mühen nötig waren,

Auf den Boden kommt es an,
auf die Lage auch sodann.
Natürlich spielt das Wetter mit,
ist dieses schlecht ist alles Schitt.
Regen braucht`s viel Sonnenschein,
erst dann gedeiht ein guter Wein.
Es ist schon eine Wissenschaft,
zu keltern diesen Rebensaft.

Wir probierten munter weiter,
die Stimmung war, zunehmend heiter.
Ein Picknick war uns hoch willkommen,
bevor wir von dem Wein benommen.
Es gab Jagd-,Griebe-,Leberwurst,
Brot und Wasser gegen Durst.
Der Picknick-Platz ganz ideal,
herrlich der Blick in`s weite Tal.
Obwohl es windig, ziemlich frisch,
störte es niemand an dem Tisch.
Weiter schaukelnd ging`s dahin,
und hielten an vor St. Martin.

Die Weinprobe hatte ein Ende,
wir stiegen aus, meist noch behände.
Die Fahrt im Planwagen hatte allen,
rundherum sehr gut gefallen.
Der kleine Ort, geprägt vom Wein,
lud zum Bummeln, Shoppen ein.
In einem kleinen Eck-Cafe,
genossen Kaffee wir und Tee.
Kirschwaffeln mit Sahne, frisch,
brachte man auch auf den Tisch.
So gestärkt ging es ein Stück,
zu Fuß nach Maikammer zurück.
Im Restaurant „Zum Winzer“ war,
bis auf die (Frucht) Fliegen alles klar.
Vielseitig , lecker war das Essen,
den kühlen Wein nicht zu vergessen.

Saß man dort auch noch so schön,
zurück zum Bahnhof war zu geh`n.

Ein schöner Tag war schnell vergangen,
Wörth und Hans hat uns empfangen.

Küsschen hier und Küsschen dort,
husch – schon waren alle fort -.

Fotos sind HIER

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 09. November 2017 um 08:45 Uhr